Umgangssprachliche Aspekte
Im physikalischen Sinne des Energieerhaltungssatzes ist ein Verlust von Energie nicht möglich.
Wenn trotzdem umgangssprachlich von Energieverbrauch, Energieverschwendung,
Energiesparen und Energieverlust gesprochen wird, dann deshalb, weil die Erde einerseits kein
abgeschlossenes System ist, der Mensch und andere Lebensformen der Erde andererseits Energie
nur in bestimmter Form nutzen können. Es wird mit diesen Begriffen
somit der Verlust von technisch leicht nutzbaren oder biologisch nutzbaren Energieformen beschrieben.
Bei den meisten heute gebräuchlichen Arten von Energieumwandlung werden Energieträger
mit einer geringen oder spezifischen Entropie in Formen mit höherer Entropie umgewandelt,
welche für technische und/oder biologische Prozesse nicht mehr nutzbar sind. Ein Kraftfahrzeug
wandelt beispielsweise chemische Energie, die ursprünglich aus Erdöl oder Rapsöl stammt,
um in kinetische Energie und thermische Energie. Da Erdöl nicht regenerierbar ist, spricht man
von einem Energieverlust in dem Sinne, dass diese spezielle Form chemischer Energie mit
niedriger Entropie z.B. für zukünftige Generationen oder für andere Zwecke verlorengeht.
Von Verschwendung wird häufig dann gesprochen, wenn z.B. Rohstoffe für die Erzeugung von
Luxusgütern verwendet werden, während gleichzeitig Mangel an Nahrungsmitteln herrscht.
Bei jeder der Umwandlungsarten, die heute gebräuchlich sind, wird nur ein Teil der im Energieträger
vorhandenen Energie in nutzbare Energie umgewandelt. Von Energiesparen spricht man daher,
wenn sich der Wirkungsgrad des Energieerzeugungsprozesses oder eines Gerätes durch
technischen Fortschritt erhöht, sodass weniger Rohstoff mehr Energie liefert oder mit weniger
Energie mehr Leistung erzielt wird. (Wikipedia)